Geothermie
Der Begriff Geothermie ist die fachliche Bezeichnung für die Erdwärme, diese besteht aus der Wärme, welche in der Erdkruste gespeichert ist. Die Geothermie zählt zu den regenerativen Energien, die Wärmeenergie wird der Erde entzogen und anderweitig genutzt. Neben der direkten Nutzung als Wärme- oder Kühlsystem, kann die Geothermie zur Stromerzeugung oder zur Kraft-Wärme-Kopplung genutzt werden.
Die Geothermie, Erdwärme
Die Geothermie stammt zu einem großen Teil aus der Restwärme zu Zeiten der Erdentstehung, knapp über die Hälfte stammt aus radioaktiven Zerfallsprozessen. Oberflächenanteile der Wärme stammen zu einem kleinen Teil aus der Sonneneinstrahlung.
Bereits in der Antike wurde die Geothermie von den alten Römern genutzt um dessen Bäder zu heizen. Auch in Deutschland wurden in Aachen die Thermen durch die Karlsquellen beheizt.
Arten von Geothermie
Es wird hauptsächlich zwischen der Geothermie in Oberflächennähe und der Tiefengeothermie unterschieden. Die Erstere wird zum heizen oder kühlen benutzt, die Zweite zur Stromerzeugung oder Ähnlichem. Bei der Förderung der Geothermie (Erdwärme) sind der Druck in dem Erdbereich und die dort vorherrschende Feuchtigkeit stets von hoher Bedeutung.
Hochenthalpie-Lagerstätten
Hochenthalpie-Lagerstätten sind bedeutende Standorte für die regenerative Energie Geothermie, dort herrscht ein immens hoher Druck bei gleichzeitig hoher Hitze vor. Diese Lagerstätten korrelieren des Öfteren mit Vulkanen, die Luftfeuchtigkeit und der Druck innerhalb der Erde ist zumeist bedeutend höher als in anderen Lagerstätten.
Ökonomie
Die Geothermie (Erdwärme) war ökonomisch betrachtet in der Vergangenheit nicht sinnvoll, denn der Wärmestrom ist mit 0,06 Watt/m² nicht konkurrenzfähig gewesen, lediglich wenige Standorte waren wirklich profitabel. Im Zuge des veränderten Umweltbewusstseins und der Verknappung der fossilen Rohstoffreserven, wurde dieser Bereich jedoch immer stärker erforscht. Die Geothermie (Erdwärme) ist eine emissionsfreie und unerschöpfliche Wärme aus der Erde, die Nutzung in der heutigen Zeit kostengünstiger, die Geothermie ist nun eine zukunftsfähige und umweltfreundlicher Energieressource.
Ökologie
Die Geothermie ist eine regenerative Energiequelle, welche nach menschlichem Ermessen schier unerschöpfbar ist. Bei der Verwendung der Geothermie kann es zu geringfügigen Verschmutzungen der Luft kommen, dieses Problem wurde allerdings durch das Zurückpumpen der Schadstoffe gelöst. Es besteht allerdings die Gefahr, dass bei der Förderung der Wärme leichte Erdstöße ausgelöst werden können, denn die Erdinnenfläche ist immer nur punktuell erforscht.
Staatliche Förderung
Der Staat fördert die Geothermie in einem hochgradigen Maße mit Programmen zur Förderung erneuerbarer Energien (sog. Marktanreizprogramme), es entstehen immer mehr Programme und Unterstützungen. Zu Gunsten der erneuerbaren Energien werden immer mehr Marktanreizprogramme geschaffen, auch Länder und Kommunen unterstützen die Geothermie. Vorreiter sind dabei insbesondere Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.
Weltweite Nutzung
Auch andere Staaten haben die Vorteile der Geothermie längst für sich entdeckt, als Vorreiter müssen an dieser Stelle insbesondere Island und Schweden hervorgehoben werden. Momentan werden weltweit knapp 70 Gigawattstunden Strom pro Jahr erzeugt. Geothermie wird in vielen Einfamilienhäusern des Öfteren zur Wärmenutzung benutzt, diese Heizsysteme sind zwar eine teure Investition, diese zahlen sich finanziell jedoch bereits nach einigen Jahren aus.
Bildquelle: Prinzip einer Wärmepumpenheizung – ©guukaa – Fotolia.com